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KZ-Gedenkstätte Dachau

Eigentlich war ich mit einem guten Freund zu Besuch im Süden, um das Kaltenberger Ritterturnier zu besuchen. Am ersten Tag hatten wir vor dem Beginn des Turniers etwas Luft und haben uns dazu entschlossen, den Tag mit ein wenig Kultur auszufüllen. Dabei haben wir in der nahegelegenen Gedenkstätte des Konzentrationslager Dachau Halt gemacht.

Das KZ wirkte sehr aufgeräumt, steril und trotz der vielen Menschen, wirkte eine ziemliche Ruhe auf mich ein. Ich weiß im Nachhinein gar nicht mehr, ob es wirklich so ruhig war, oder ob ich die Geräusche um mich herum nur ausgeblendet habe. Es ist ein komisches Gefühl, über den Boden zu laufen, auf dem tausende Menschen zu Tode gequält wurden. Und noch komischer war das Gefühl nach dem Besuch im Konzentrationslager – mit Turnei, Gaukler, Völleri, Jubel und Aplaudatio……..

Ich erinnere mich immer wieder an den Bericht eines Juden, der die Torturen in einem KZ überlebt hat. Er berichtete in einer Schule über die Erlebnisse. Das einizige, was in meinem Kopf von diesem Abend ( der gut 12 Jahre her ist) hängen geblieben ist, ist folgendes:

Der alte Herr, der an diesem Abend erzählte, beobachtete, wie SS Soldaten ihre Schäferhunde auf einen inhaftierten Juden gehetzt haben. Dieser war alt, krank und benötigte Krücken um laufen zu können. Als die Hunde auf ihn gehetzt wurden, hat der Mann seine Krücken weggeworfen und ist um sein Leben gerannt………

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